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Aktuelle Banken-News |

Derzeit bestimmen zwei Themen maßgeblich die Schlagzeilen der Bankbranche. Zum einen wurden in den letzten Woche zahlreiche Bankautomaten aufgrund der Skimming-Attacken ausgetauscht und daneben wurden in den letzten Wochen vor Gericht die Bearbeitungsgebühr für Kredite neu diskutiert. Wir informieren Sie über die Hintergründe!

Tausende Geldautomaten ausgetauscht

Die sogenannten Skimming-Attacken haben 2009 und 2010 ihren Rekord in Deutschland erreicht. Mit manipulierten Geldautomaten wurden die Geheimzahl und der Magnetstreifen von EC-Karten ausgelesen, so konnten die Betrüger ganz einfach die Bank-Karten von Tausenden Kunden fälschen und mit dem Original Pin-Code zum Teil große Mengen Geld abheben.

Da selbst groß angelegte Informationskampagnen der Geldinstitute nichts gegen diese Praxis ausrichten konnten, beschlossen diese im Vorjahr, einen großen Teil ihrer Geldautomaten auszutauschen. Rund jeder dritte Geldautomat in Deutschland war zu manipulationsanfällig und musste umgebaut oder gegen einen neuen ausgetauscht werden. Die professionell agierenden Betrüger konnten rund 60 Millionen Euro von 3.200 verschiedenen Automaten ergaunern.

Kunden von Onlinebanken mussten sich um ihre Erträge für Zinsen Festgeld keine Sorgen machen. Wer jedoch von seinem herkömmlichen Sparkonto am Geldautomat etwas abhob, musste in den ersten Tagen doch schon um sein Erspartes und die Zinsen bangen. Denn zuerst einmal musste man seiner Bank nachweisen, dass man nicht selbst das Geld behoben hatte und da kam der ein oder andere schon in Erklärungsnot.

Mikrochip statt Magnetstreifen

Inzwischen haben die Banken in ganz Europa ihr System aber umgestellt und künftig werden die Daten nicht mehr vom Magnetstreifen, sondern vom Mikrochip eingelesen. Dieser gilt bislang als fälschungssicher, jedoch kann es zu Problem im Urlaub kommen. Wer etwa in Nicht-EU Ländern Geld abheben will, muss daher künftig den Magnetstreifen freischalten lassen. Dies wird von den meisten Banken aber telefonisch angeboten und ist auch vom Urlaubsort aus möglich. Sonst kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass man plötzlich im Ausland ohne Geld dasteht – und erst einmal seinen Berater bei der heimischen deutschen Bank anrufen muss.

Bearbeitungsgebühr bei Krediten unzulässig

Jeder deutsche Bankkunde, der schon einmal einen Kredit aufgenommen hat, hat sie wahrscheinlich schon einmal berappen müssen: die leidige Bearbeitungsgebühr. Diese beträgt meist zwischen 30 und 50 Euro, manche Banken verlangten gar zwei Prozent des Darlehensbetrages. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat jetzt jedoch entschieden, dass Klauseln, die eine Bearbeitungsgebühr vorschreiben, unzulässig sind. Geklagt hatte die Schutzgemeinschaft für Bankkunden und forderte das Gericht auf, die Klausel für ungültig zu erklären. Das Gericht gab der Schutzgemeinschaft Recht, die Forderung einer Bearbeitungsgebühr sei nicht wirklich nachvollziehbar und verstoße außerdem gegen das Transparenzgebot. Das OLG Karlsruhe betrachtet die Bearbeitungsgebühr außerdem als Allgemeine Geschäftsbedingung, kurz AGB, da sie auf eine Vielzahl von Einzelverträgen anwendbar sei. Eine AGB muss allerdings nach § 307 Abs. 1 S. 2 BGB transparent und völlig nachvollziehbar sein. Dies sei hier nicht der Fall, denn der Kunde erfahre nicht, wofür die Bearbeitungsgebühr genau verlangt werde; ob er sie etwa im Falle vorzeitiger Kündigung rückerstattet bekomme und warum sie genau in der jeweils verlangten Höhe anfalle. Allerdings haben andere Oberlandesgerichte schon im Sinne der Banken entschieden, sodass man bis zu einer endgültigen Entscheidung wohl warten muss, bis der Fall vorm Bundesgerichtshof, BGH, landet. Wer jedoch jetzt einen Vertrag abschließt und von der Bank eine Bearbeitungsgebühr vorgeschrieben bekommt, sollte mit Hinweis auf das aktuelle Urteil darauf bestehen, dass die Klausel aus dem Darlehensvertrag gestrichen wird.

One Response to 'Aktuelle Banken-News'
  1. Florian F.:

    Eine Bekannte von mir hätte vor kurzem auch fast mehrere tausend Euro verloren, weil sie an einem manipulierten Geldautomaten abgehoben hat. Zum Glück ist der Betrugsfall rechtzeitig aufgefallen und die Bank hat ihre EC-Karten rechtzeitig sperren können. An der flächendeckenden Umstellung auf Chip-Karten hapert es also noch. Bin gespannt, ob das neue System wirklich sicherer ist.

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