Viele Bürger hatten mit der Schufa schonmal zu tun. Ob für den Handyvertrag, für eine Kontoeröffnung oder einen Kredit. Die Schufa-Auskunft wird häufig benötigt um Kreditwürdigkeit nachzuweisen. Eine Studie zeigt nun, dass die Auskünfte häufig nicht zutreffen.
Ilse Aigner, Bundesverbraucherschutzministerin, stellte die Studie vor. Darin geht es um das Scoring, welches die Kreditwürdigkeit des Bürgers beschreibt. Dieter Korczak vom Institut für Grundlagen- und Programmforschung leitete die Studie mit insgesamt 100 Teilnehmern. Um den Wahrheitsgehalt der Angaben zu bestimmten, holten die 100 Personen eine Selbstauskunft bei der Schufa ein.
Die Ergebnisse zeigen, dass man der Auskunft keineswegs blind vertrauen darf. Häufig fanden sich in den Daten Kontonummern und Verträge, die von den jeweiligen Teilnehmern nie abgeschlossen worden waren. Auskünfte über tatsächlich existierende Konten und Kreidte, hingegen, fehlten einfach. Die Zuverlässigkeit eines Scorings, das aufgrund eines solche fehlerhaften Datensatzen erstellt wurde ist sehr Zweifelhaft, so Aigner.
Im Mai hat der Bundestag ein Gestz erlassen, das hier für Abhilfe sorgen soll. So soll die Schufa in Zukunft den Bürgern detailliert erklären auf welcher Grundlage ihre Kreditwürdigkeit beurteilt wird. Desweiteren sollen die Bürger einmalig im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft einholen dürfen. Fehlerhafte Daten sollen umgehend berichtigt werden.
Bis das Gesetz in Kraft tritt vergehen jedoch noch einige Monate. Erst im April nächsten Jahres ist es soweit. Bis dahin fordert Aigner die Schufa auf „sofort zu handeln und die aufgezeigten Misstände schnellstens abzuschaffen.“
Oktober 13th, 2009 um 15:53
Tolle. Man bezahlt für eine Selbstauskunft und erhält dafür nur Mist. Frechheit!
Oktober 26th, 2009 um 13:49
das heißt also, dass manche leute womöglich keinen kredit bekommen oder zu ungünstigeren konditionen,w eil die angaben der schufa nicht stimmen??? das ist krass.