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4,2% bei der Mercedes-Benz Bank |

Ein für langfristig planende Anleger grundsätzlich attraktives Angebot hat seit kurzem die Mercedes-Benz Bank parat. Jedoch ist dies angesichts der ungewissen wirtschaftlichen Entwicklung mit Vorsicht zu genießen.
Bei den regulären Festgeldanlagen ist zunächst auch bei der Mercedes-Benz Bank nicht allzu viel zu holen. Hier liegen die Zinsen zwischen mickrigen, aber leider bereits alltäglichen 1,40 Prozent für eine dreimonatige Anlage und immerhin 2,60 Prozent für Festgeld mit 12 Monaten Laufzeit.
Die Zinserträge bei der Festgeld-Anlage sehen da auf den ersten Blick schon besser aus: Für zwei Jahre gibt’s 3,50 Prozent, für 3 Jahre 3,75 Prozent, für 4 Jahre 4,00 Prozent, für 5 Jahre 4,10 Prozent und für 6 Jahre den Spitzensatz von 4,2 Prozent, der letztendlich eine Rendite von 4,67 Prozent abwirft. Damit steht die Autobank zwar prinzipiell weit oben auf der Festgeldliste – aber angesichts der finanzmarkttechnischen Entwicklung bleiben doch bei einer solch hohen Laufzeit einige Bedenken.

Die Zukunft birgt das Risiko

Momentan ist das Zinsniveau für kurzfristige Anlagen extrem niedrig – gleichzeitig ist aber auch die Inflation auf den Minusrekord von genau Null Prozent gesunken. Keine Inflation, kein Geldwertverlust und folglich auch keine Zinsen, die diesen ausgleichen müssen – das ist die augenscheinliche Rechnung. Würde ein Zinsniveau von beispielsweise fünf Prozent herrschen, würden auch die Zinsen entsprechend höher sein.
Genau dies erwarten Wirtschaftsforscher und Finanzexperten für die nächsten Jahre nach der Krise: Eine starke Inflation aufgrund des vielen Geldes, dass momentan in die Wirtschaft gepumpt und dann womöglich nicht schnell genug wieder herausgezogen werden kann. Für Anleger, die ihr Geld jetzt für mehrere Jahre festverzinslich anlegen, können sich die momentan günstig erscheinenden Vorzeichen damit schnell umkehren. Denn beim Aufschwung und einer relativen Geldentwertung durch Inflation werden jetzt noch hohe Zinsen schnell überholt – und die langfristigen Anleger schauen in die Röhre. Wenn die Inflation tatsächlich so stark ausfallen sollte wie prognostiziert, könnte das Geld durch die Zinsbindung im schlimmsten Fall sogar gefährdet sein.

Mittelfristig statt langfristig

Daher ist eine festverzinsliche Anlage von sechs Jahren hier mit Vorsicht zu genießen. Zu empfehlen ist eher eine maximal zwei bis drei Jahre dauernde Laufzeit, die bei der Mercedes-Benz Bank mit 3,5 – 3,75 Prozent immer noch ordentliche Zinserträge bringt. Dabei birgt sie nicht das Risiko, sich mit der langfristig höchst unsicheren Wirtschaftsentwicklung zu verspekulieren.

3 Responses to '4,2% bei der Mercedes-Benz Bank'
  1. Stephan:

    Also 4,2% hört sich ja erstmal nicht schlecht an. Aber Banken sollten technisch gesehen noch mehr bieten, da der Geldhandel unter den Banken noch teurer ist, sich da nämlich keiner mehr traut. Ich persönlich würde mein Geld aber bei keiner Autobank anlegen… man hört ja immer das es sicher ist, aber das dachten viele andere vorher auch schon und nun ist ihr Geld futsch.

  2. Marc:

    Also ich habe schon seit 7 Jahren eine Kredikarte von der Mercedes-Bank. Hab die damals kostenlos bekommen weil ich einen Mercedes fuhr. Jetzt fahre ich keinen Mercedes mehr und bezahle 20 € im Jahr, ist immer noch ok.

    Und das das Geld beim Tagesgeld futsch ist kann ich kaum glauben, schliesslich sind die im Einlagensicherungsfond!

  3. Mathias:

    Die Mercedes Benz Bank ist doch in der staatlichen Einlagensicherung, also wo sollte das Risiko den liegen. Die Einlagen sind bis zu 50.000 Euro zu 100 % durch die staatliche Einlagensicherung geschützt.

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